Theatergesellschaft Reiden

Theater, das ist wie ein Rausch … Theater, das Tor zur Phantasie … singt Katja Ebstein in ihrem Lied aus dem Jahr 1980. Um dieser Leidenschaft zu frönen, formierte sich in Reiden schon viel früher eine lose Theatergesellschaft, welche dann im Januar 1865 offiziell gegründet wurde. Ziel und Zweck derselben sind bis heute weitgehend gleich geblieben. Mit Freude am Theaterspiel anspruchsvolles Amateurtheater zu zeigen und damit einen Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Gemeinde und darüber hinaus zu leisten.

Rund 50 aktive Mitglieder bringen meistens ein Stück pro Jahr zur Aufführung. Die Spielsaison findet im Frühjahr oder im Herbst im, mit gegen 300 Plätze bietenden, Theatersaal des Hotels Sonne in Reiden statt.

Nach der Dernière ist vor der Première. Kaum ist die eine Saison beendet wird bereits eifrig mit den Arbeiten zur neuen Saison begonnen. Der Spielplan ist vielseitig. In den letzten Jahren kamen (Tragik-)Komödien und Literaturklassiker wie «Nicht nur zur Weihnachtszeit » von Heinrich Böll, «Momo» von Michael Ende oder «Don Camillo & Peppone» zur Aufführung. Mit «Angscht» im Jahr 2008 war auch ein spannendes Kriminalstück dabei.

Begonnen hat es anno 1865 mit Volkstücken und vaterländischen Schauspielen wie «Die Hexe von Gäbistorf», oder beispielsweise im Jahr 1916 «Älplerchilbi». Später folgte dann eine Phase mit vielen Operetten und Singspielen. «Im weissen Rössl» war 1949; 1973 dann «Die kleine Niederdorfoper», «Anatevka » anno 1997 und im Jahr 2000, Charles Dickens Werk «Oliver Twist». Das waren grosse und aufwändige Produktionen mit hohem Personalbedarf. Deshalb pflegen wir heute vor allem ambitioniertes Sprechtheater. Im Frühling 2018 wird deshalb die Komödie "Eine etwas sonderbare Dame" in Reiden aufgeführt.